Spanien scheitert im Shootout an Chile und verpasst den Allianz Parque
Spanien war dem Finale der Kings World Cup Nations 2026 zum Greifen nah, unterlag aber Chile in einem wilden Halbfinale nach Shootout.

Spanien war nah dran. Verdammt nah. Nur ein Schritt fehlte bis zum Allianz Parque. Doch der Kings World Cup Nations Brasilien 2026 stoppte sie kurz vor dem Ziel. Das Halbfinale gegen Chile hatte alle Zutaten eines Klassikers: Tore, Karten, unerbittlicher Druck und ein brutales Ende. Nach einem 5:5 Unentschieden in der regulären Spielzeit unterlag La Roja im Shootout und verpasste das Ticket für das Finale.
Die Trident Arena erlebte einen elektrisierenden Nachmittag, der durch kleinste Nuancen entschieden wurde. Spanien hielt dagegen, antwortete auf jeden Schlag und blieb bis zum Schluss im Rennen. Doch als das entscheidende Shootout kam, war Chile treffsicherer.
Ein atemloses Spiel mit ständigem Schlagabtausch
Das Spiel begann mit Vollgas. Matías Herrera traf früh für Chile, aber Spanien reagierte mit Charakter. Aleix Martí, einer der herausragenden Namen des Turniers, glich aus und hielt Spanien in einer Partie, die niemals zur Ruhe kam.
Das Unentschieden zur Halbzeit (1:1) spiegelte einen offenen Schlagabtausch wider, bei dem beide Teams besser angriffen als sie verteidigten. Kein Zufall: Mehrere der torgefährlichsten Spieler des Turniers standen auf dem Platz.
Nach der Pause entwickelte sich das Spiel zu einer Folge von harten Treffern. Dani Liñares, derzeit mit 4 Vorlagen einer der besten Vorlagengeber des Turniers, überzeugte erneut für Spanien, während Gerard Nolla im Angriff glänzte.
Gerard Nolla, mit 9 Treffern der dritthöchste Torschütze der KWC Nations und zudem Top 5 bei den Assists (4), führte Spanien mit zwei aufeinanderfolgenden Toren durch die hitzigsten Momente.
Doch Chile hatte immer eine Antwort. Nacho Herrera, ebenfalls bei 9 Toren im Ranking, erzielte einen Doppelpack und traf genau dann, wenn es am meisten wehtat. Mathías Vidangossy, der Führende der Vorlagenliste mit 8 Assists, hinterließ in der entscheidenden Phase seine Spuren.
Der Wendepunkt kam spät: Spursito verschoss seinen President Penalty, und Chile bestrafte das sofort. Nacho Herrera entschied sich für einen Shootout anstelle des President Penalty und verwandelte zum 5:5, was das Halbfinale in die grausamste Phase führte.
Shootout: Die finale Entscheidung
Das Ende kam dort, wo es kein Sicherheitsnetz gibt: im Shootout. Und dort gab es keinen Spielraum für Fehler.
Die Serie begann schlecht für Spanien. Gerard Nolla scheiterte, während Nacho Herrera Chile in Führung brachte. Aleix Martí provozierte eine Gelbe Karte für Matías Herrera, womit dieser für den Rest des Shootouts gesperrt war, doch auch der anschließende Versuch wurde vergeben.
Chile vergab eine Chance, aber Spanien konnte kein Kapital daraus schlagen. Marc Pelaz und Dani Liñares scheiterten, während Mathías Vidangossy für Chile alles klar machte und das Ausscheiden Spaniens besiegelte.
Es gab kein episches Finale. Nur Stille. Und das gemeinsame Gefühl, dass das Spiel durch kleinste Details verloren ging.

Stolz, Lerneffekt und ein Turnier, das Spuren hinterlässt
Spanien verpasst das Finale, aber nicht den Respekt. Das spanische Nationalteam beendet seinen Lauf im Halbfinale, nachdem es mit einem der stärksten Teams des Wettbewerbs auf Augenhöhe agierte. Die gezeigten Leistungen bestätigen eine Generation, die sich bereits in der Kings Elite etabliert hat.
Den Allianz Parque wird es nicht geben. Nicht dieses Mal. Aber diese KWC Nations 2026 hinterlässt eine Gewissheit: Spanien gehört nun zu den Teams, die in den Nächten mitspielen, in denen alles durch minimale Details entschieden wird.